Von Freitag, dem 14.07., bis Sonntag, dem 16.07., fanden in Heidelberg zum zweiten Mal die Drupal Business- und Community-Days statt. Wie auch schon im Vorjahr hat das Camp in den Räumen der Jugendherberge Heidelberg stattgefunden, wo man sich praktischerweise auch einmieten konnte.

Nachdem es im Vorwege vergleichsweise wenig Sponsoren, Session-Einreichungen und Besucher-Anmeldungen gab, drohte das Camp abgesagt werden zu müssen. Dank der beherzten Zusage des Drupal Vereins etwaige Verluste zu tragen, konnte die Veranstaltung erfreulicherweise stattfinden.

Es gab einen Business- und einen Community-Track. Dafür gab es unterschiedliche Tickets: Community-Tickets für 44,- EUR berechtigen nur zur Teilnahme an den Sessions innerhalb des Community-Tracks, wohingehen die teureren Business-Tickets für 123,- EUR Zugang zu allen Sessions erlauben. Insgesamt gab es 73 Teilnehmer aus acht Ländern, von denen 47 das Business-Programm gebucht haben.

comm-press war Sponsor der Drupal Business- und Community-Days

Aus den Sessions

Bis auf die Session Agile - self organizing Teams von Josef Dabernig] war ich nur im Business-Teil unterwegs. Eine vollständige Übersicht über alle Sessions befindet sich hier.

Die Firma sind wir von Dietmar Giegler

Dietmer und Luca Curella haben die Gründungsgeschichte und Organisation von Reinblau vorgestellt. Im Gegensatz zur klassischen GmbH hat sich das ehemalige Freelancer-Netzwerk für eine Genossenschaft als Unternehmensform entschieden. Die derzeit 18 Mitglieder sind nicht fest angestellt sondern erbringen Leistungen als Freelancer und schreiben Rechnungen an die Genossenschaft.

Entscheidungen kommen anhand des Holacracy-Modells zustande. Entsprechend der Zwecke, Zuständigkeiten und Domänen werden Rollen in der Organisation gebildet. Vorschläge sollen ausdrücklich immer im Kontext von Rollen abgegeben werden. Vereinfacht dargestellt funktionieren die Rollen ähnlich Kreisen, deren Mitglieder für bestimmte Themen zuständig sind bzw. Entscheidungen treffen können. Am Holocracy-Modell gefällt mir, dass es hierarchiefrei zu funktionieren scheint.

Zufriedenheit, Mitbestimmung und Mitgestaltung in Genossenschaften: Reinblau organisiert sich selbst nach der "Holocracy"-Methode.
Zufriedenheit, Mitbestimmung und Mitgestaltung in Genossenschaften: Reinblau organisiert sich selbst nach der "Holocracy"-Methode.

Das Haftungsrisiko von Genossenschaften kann im Gegensatz zur Rechtsform "GbR" per Satzung auf das Vermögen der Gesellschaft begrenzt werden. Um nicht unter Scheinselbständigkeit zu fallen müssen Mitglieder, die als Freelancer für die Genossenschaft arbeiten, darauf achten, entweder in hinreichendem Umfang auch andere Kunden zu bedienen oder sich von der Genossenschaft anstellen zu lassen.

Der ehrbare Kaufmann von Julia Schönborn

In ihrer Session hat Julia Schönborn über die EU-Richtlinie zur
Corporate Social Responsibility ("CSR") informiert, derzufolge Kapitalgesellschaften ab 500 Mitarbeitern ab 2017 einer Berichtspflicht über ihre Maßnahmen betr. der gesellschaftlichen Verantwortung unterliegen.

Der CSR ist ein Managementsystem, welches vom Bild des ehrbaren Kaufmanns von vertrauensbildenden Maßnahmen geprägt ist und aus der Zeit der "Hanse" stammt. Zur Städtebund "Hanse" wäre in dem Zusammenhang vielleicht anzumerken, dass seine Rolle heute rückblickend wegen seines rabiaten Vorgehens zur Durchsetzung seiner Interessen gegen externe und interne Gruppen durchaus auch kritisch gesehen wird. Dennoch ist klar, welche Werte mit dem Bild des ehrbaren Kaufmanns vermittelt werden sollen.

Sofern Geschäftsbeziehungen mit kleineren KMUs bestehen, wird in den Berichten indirekt auch über diese Auskunft gegeben.

Ein Apell für Unternehmen, sich in Corporate Social Responsibility zu engagieren und Nachhaltigkeitsthemen zu besetzen.
Ein Apell für Unternehmen, sich in Corporate Social Responsibility zu engagieren und Nachhaltigkeitsthemen zu besetzen.

Folgende Ziele sollen innerhalb der drei Handlungsfelder Ökonomie, Ökologie und Soziales (Mitarbeiter und Gemeinwesen) erreicht werden:

  • Mitarbeitende fair behandeln, fördern und beteiligen
  • mit natürlichen Ressourcen schonend umgehen
  • sozial und ökologisch verantwortungsvoll produzieren
  • Menschenrechte wahren
  • einen positiven Beitrag zum Gemeinwohl leisten
  • in Bildung investieren
  • kulturelle Vielfalt und Toleranz fördern
  • Transparenz leben
  • für einen fairen Wettbewerb eintreten

Eine Maßnahme für ökologisch orientierte Unternehmen kann z.B. die Förderung der Waldmenschen darstellen, indem der CO2 Ausstoß je Quadratmeter gemieteter Bürofläche durch Waldaufbauprojekte in Panama kompensiert wird.

Gemäß der Leitlinien sollen die CSR-Inhalte wie folgt kommuniziert werden:

  • zugänglich und verständlich
  • das unternehmerische Engagement widerspiegeln
  • die Mitarbeitenden einbeziehen
  • NGOs und andere glaubwürdige Dritte einbeziehen
  • für Transparenz sorgen
  • interne und externe Kommunikation in Einklang bringen
  • Erfolge und Hindernisse benennen
  • klar und eindeutig
  • emotional aber niemals werbend.

Da die Vorgaben noch sehr jung sind, sind die Sanktionen für Unternehmen, die ihrer Berichtspflicht nicht nachkommen, derzeit noch unklar.

Diversen Nachhaltigkeitsstudien zufolge führen Investitionen in Themen wie Umwelt, Umgang mit Mitarbeitern und Ressourcenschonung jedoch zu einer verbesserten Wahrnehmung der Marke (+15%) sowie zu mehr Umsatz (+5%).

Das Thema fand ich besonders interessant, da wir mit comm-press jüngstens einen Vertrag zur Teilnahme an der "Ökoprofit"-Zertifizierung unterzeichnet haben. Diese Zertifizierung dauert etwa ein Jahr. Im Rahmen dieser Maßnahme werden z.B. Energiespar- und Müllvermeidungspotentiale identifiziert und umgesetzt sowie die Mitarbeiter für diese Themen sensibilisiert.

Haftungsrisiko Datenschutz von Thomas Stegemann

Ab dem 25. Mai 2018 wird die EU Datenschutz Grundverordnung in Kraft treten. Diese Verordnung soll Unternehmer für den Schutz persönlicher Daten sensibilisieren. Bei Verstößen kann die Behörde empfindliche Strafen bis zu 4% des Umsatzes des Vorjahres verhängen, die aus dem Privatvermögen des Unternehmers bezahlt werden müssen.

Unternehmen müssen sicherstellen, dass personenbezogene Daten nicht in die Hände Ungefugter gelangen können und dokumentieren, welche Maßnahmen sie dazu ergreifen.

Die neue EU-Datenschutzverordnung: gut gemeint aber nicht unbedingt gut gemacht?
Die neue EU-Datenschutzverordnung: gut gemeint aber nicht unbedingt gut gemacht?

Grundsätzlich gilt, dass personenbezogene Daten nur verarbeitet werden dürfen, wenn dies eine gesetzliche Norm ausdrücklich erlaubt oder die Einwilligung der betroffenen Personen vorliegt.

Für den Umgang mit Daten gelten folgende Richtlinien:

  • Verbot mit Erlaubnisvorbehalt
  • Direkterhebung
  • Datensparsamkeit
  • Datenvermeidbarkeit
  • Transparenz
  • Zweckbindung
  • Erforderlichkeit

Dies bedeutet z.B., dass ein Kontaktformular SSL-verschlüsselt sein muss und dass die Datenschutzerklärung wie das Impressum von jeder Seite aus erreichbar sein muss.

Mit sämtlichen Dienstleistern wie z.B. Hostern, die personenbezogene Daten verarbeiten, und bei denen Kunden nicht erwarten können, dass ihre Daten zur Verarbeitung weitergegeben werden (wie z.B. im Fall von Banken beim Geldtransfer), müssen entsprechende Verträge zur Auftragsdatenverarbeitung geschlossen werden. Mit einem §11-Vertrag ist die Verwendung von Google Analytics ok, sofern die IP-Adresse anonymsisiert übermittelt wird. Für die meisten anderen Dienste von Google lassen sich derzeit noch keine Verträge entsprechend der neuen Richtlinie vereinbaren.

Im geschäftlichen Kontext lassen sich Google-Contacs, Facebook und WhatsApp nicht datenschutzkonform verwenden. Einige Anforderungen lassen sich mit vertretbarem Aufwand kaum umsetzen. Wer mit Anbietern von Cloud-Diensten arbeitet, wird vermutlich ebenfalls erlebt haben, dass einige Anbieter auf die Bitte nach Abschluss von Auftragsdatenverarbeitungsverträgen gar nicht reagieren.

Auch wenn ich die Idee, personenbezogene Daten besonders zu schützen, richtig und wichtig finde, ist diese neue Richtlinie aus meiner Sicht schlichtweg absurd. Dies zeigen z.B. schon die widersprüchlichen politischen Forderungen nach Datenschutz bei der SSL-Übertragung von Kontaktformularen einerseits und die Forderung der Sicherheitsbehörden nach SSL-Generalschlüsseln zur Überwachung des Datenverkehrs andererseits.

Das Handicap im Kopf von Hanna Catharina Gerber

Eine aus meiner Sicht herausragende Session gab es am Sonntag vormittag zum Thema Stress-Reduktion. Hanna Catharina Gerber hat veranschaulicht, wie es stressbedingt zu fehlenden REM-Phasen im Schlaf kommt und wie sich durch Konzentrationsübungen das Zusammenspiel beider Gehirnhälften aktivieren lassen, was wiederum zu einer schlanken "Stresslinie" führt.

Mit einer Teilnehmerin hat sich verblüffende Effekte vorgeführt und die körperliche Wirkung von Stress per Muskelresonanz sichtbar gemacht ("P300 Effekt"): Die Teilnehmerin wurde gebeten Daumen und Zeigefinger ihrer rechten Hand (bei Linkshändern der linken Hand) mit leichtem Druck zusammenzupressen.

Eine Live-Demonstration, wie sich Stress körperlich niederschlägt. Aus meiner Sicht das Highlight der diesjährigen Drupal Business- und Community-Days.
Eine Live-Demonstration, wie sich Stress körperlich niederschlägt. Aus meiner Sicht das Highlight der diesjährigen Drupal Business- und Community-Days.

Mit gleichbleibender Kraft hat die Trainerin nun versucht, die beiden Finger der Teilnehmerin auseinander zu ziehen. Abhängig von verschiedenen Reizen gelang ihr dies unterschiedlich gut, was für die übrigen Teilnehmer offensichtlich erkennbar war. Ohne externe Einflüsse konnte die Teilnehmerin ihre Finger geschlossen halten. Wenn sie jedoch ein Handy in der anderen Hand hielt, konnte die Trainerin die Finger ohne Mühe auseinander ziehen. Ebenso verhielt es sich bei einem Stück raffineriertem Würfelzucker in der Hand oder wenn sie die Trainerin mit einem verkehrten Namen ansprach. Sagte sie jedoch "Ich bin Janet" (die Teilnehmerin hieß Janet), konnte sie ihre Finger geschlossen halten. Ebenso gelang ihr das mit einem Stück Kandis-Zucker.

Die Trainerin erklärte dies damit, dass die Amygdala – die Gehirnregion, die für Stress zuständig ist – auf Signale anschlägt oder eben nicht. Stress bewirkt, dass die Leitfähigkeit der Nervenzellen, der Neuronen, abnimmt und der Impuls, die Finger geschlossen zu halten, unter Stress schlechter in die Fingerspitzen übertragen werden konnte

Unter Stress interagieren die beiden Gehirnhälften nicht mehr optimal miteinander. Mit mentalem Training – Übungen, die beide Gehirnhälften aktivieren – sowie Achtsamkeit – z.B. bewusst atmen oder gehen – lässt sich die Stresslinie verschlanken.

Die TrauMINTfrau – vom Traum zur Umsetzung von Renate Welkenbach

Die Session hat mich neugierig gemacht, da die Gewinnung von mehr Frauen für die Digitalbranche auf für uns ein Thema ist. Wir möchten uns gemischter aufstellen und begrüßen Maßnahmen, die die klassische Vormachtstellung von Männern reduziert.

Die Sprecherin ist Mitglied der "Digital Media Women" – einem Verein zur Förderung von Frauen in IT-Berufen –, den wir als Fördermitglied seit mehreren Jahren unterstützen.

Die Session war als Selbsterfahrung angelegt. Als erstes Experiment hat uns die Sprecherin aus verschiedenen Illustrierten Bilder oder Textpassagen ausschneiden und auf einer Collage sammeln lassen, wie wir uns die perfekte neue Mitarbeiterin vorstellen.

Die Frage, warum bei Job-Beschreibungen an Männer und Frauen unterschiedliche Anforderungen gestellt werden und ob das – wenn es so sei – richtig wäre, blieb leider vollkommen unberücksichigt.

Eine enttäuschende Performance von Renate Welkenbach, die fragwürdige Geschlechter-Klischees während ihrer Experimente unkommentiert ließ.
Eine enttäuschende Performance von Renate Welkenbach, die fragwürdige Geschlechter-Klischees während ihrer Experimente unkommentiert ließ.

Ein Teilnehmer hat ein Foto einer Frau in Unterwäsche ausgeschnitten. Bei der anschließenden Erklärung begründete er seine Wahl, dass er von einer Frau, die ihr Äußeres gepflegt hält, auch im Job erwarten würde, dass sie gründlich arbeitet. Ich habe abgewartet, dass die Sprecherin darauf reagieren würde. Sie hatte jedoch kein Interesse, darauf einzugehen und stattdessen mit den weiteren Präsentation und ihrem nächsten Experiment weiter gemacht.

Um die Session nicht zu crashen, bin ich daraufhin rausgegangen und habe das schöne Wetter im Innenhof genossen. So viel Oberflächlichkeit hat mich bei diesem sensiblen Thema doch sehr überrascht.

Controlling – Unternehmenssteuerung mit Zahlen von Rainer Bartenstein

Vor der Kaffee-Pause gab es noch einen Vortrag rund um Finanzbuchhaltung, Finanzplanung, Erfolgskontrolle, Kalkulation, Stundensatzermittlung und taktische Preisuntergrenzen.

Die Session hat mir das Gefühl gegeben, dass wir bei comm-press zumindest in dieser Hinsicht alles richtig machen. Um zeitnah Zugriff auf alle relevanten Zahlen zu haben, haben wir die Finanzbuchhaltung seit dem Jahr 2011 wieder bei uns im Hause. Im Beirat sprechen wir monatlich über Rohertrag und kurzfristige Liquidität.

Kennzahlen erheben und auswerten um das Unternehmen zu steuern. Ein erfrischender Vortrag zum Theme Controlling.
Kennzahlen erheben und auswerten um das Unternehmen zu steuern. Ein erfrischender Vortrag zum Theme Controlling.

Ohne die Bedeutung schmälern zu wollen, funktionieren solche Instrumente meines Erachtens nur bei langfristig erhobenen Kennzahlen und in Zeiten ohne größere Umbrüche oder Krisen. Sobald sich ein Unternehmen strategisch neu aufstellt, indem es sich z.B. von einem gesamten Kundensegment trennt, können die Werte alleinstehend betrachtet alarmierend sein und müssen interpretiert werden.

In besonders schweren Krisenzeiten kann es zu spät, mit Maßnahmen steuern zu wollen. Die Fähigkeit an Stellschrauben zu drehen setzt einen gewissen Abstand voraus, den ich zum Tagesgeschäft haben muss.

Aus meiner Erfahrung lässt sich die Wirtschaftlichkeit üblicherweise nur auf der Umsatzseite und durch Vermeidung von Reibung beinflussen. Kosten – in unserer Branche meistens für Personal – lassen sich nicht einsparen, wenn genügend Arbeit für das gesamte Team vorhanden ist. Sicherlich lohnt es sich beizeiten die Zahl der Zeitschriften-Abos und kostenpflichtigen Mitgliedschaften durchzuschauen. Jedoch sind das eher kleinere Effekte, die ernste Probleme betr. der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens kaum werden beheben können.

Die Idee taktischer Preisuntergrenzen – bewusst angenommener Aufträge in besonderen Situationen – sehe ich ebenfalls kritisch. Wir ziehen es vor in Zeiten von Unterbeschäftigung an eigenen Projekten zu arbeiten um mit ihnen z.B. bessere Voraussetzungen im Marketing herzustellen. Dumping-Preise lassen sich nur schwer wieder korrigieren und in der Drupal-Community macht man sich damit keine Freunde.

Nichtsdestotrotz hat Rainer Bartenstein interessante Gedanken zu einem trockenen Thema angeregt, welche er zudem unterhaltsam vorgetragen hat.

Von einer zu sieben Firmen in der ganzen Welt von Michael Schmid

In der letzten Session am Samstag hat Michael die Entwicklung und Herausforderungen während des Wachstums auf sieben eigenständige Amazee-Firmen vorgestellt, in denen derzeit 56 Mitarbeiter beschäftigt sind.

Sobald man in verschiedenen Zeitzonen über mehrere Kontinente arbeitet, gewinnen Kultur-und Kommunikationsunterschiede an Bedeutung: Das einfache Wort "Jetzt" hat in der Schweiz, in Texas und in Südafrika vollkommen unterschiedliche Bedeutungen. In Südafrika gibt es den Begriff "Now-Now", der dem Für das Schweizer "Jetzt" zumindest näherungsweise entspricht.

Mittlerweile hat Amazee eine Holding gegründet, die die inzwischen sechs anderen Firmen unter der Marke "Amazee" bündelt.
Mittlerweile hat Amazee eine Holding gegründet, die die inzwischen sechs anderen Firmen unter der Marke "Amazee" bündelt.

Bei der Einstellung neuer Mitarbeiter ist es nach Michaels Einschätzung nach wichtiger, auf eine Übereinstimmung hinsichtlich der Unternehmenskultur zu achten als auf das Vorhandensein bestimmter Fähigkeiten, die sich vermitteln lassen.

Interessant finde ich, dass sie neben ihren Scrum-Projektteams ein Global Maintenance Team ("Amazee GMT") eingerichtet haben, dass sich um kurzfristige Störungen und Support kümmert. Im Gegensatz zu den beiden Scrum-Teams ist das GM-Team vollständig remote aufgestellt und kann grundsätzlich auch für fremde Projekte arbeiten.

Der Drupal Verein hat einen neuen Vorstand

Nach der Abschlussrunde fand eine Mitgliederversammlung des Drupal e.V. statt, die sich einen neuen Vorstand gewählt hat. Nachdem Mark Engelhardt und Karl Fritsche nicht weiter im Vorstand arbeiten wollten und Axel Rutz nicht anwesend war, haben sich Stefan Auditor und Marc Dinse (in Abwesenheit) beworben und sind für die kommenden zwei Jahre zum Vorstand gewählt werden.

Social Events

Am Freitag abend gab es ein Come-Together im BräuStadel und am Samstag klang die Veranstaltung gemütlich beim Grillen im Innenhof der Jugendherberge aus. Wer Zeit hatte, konnte sich am Sonntag noch an den Sprints beteiligen.

Vorschläge und Feedback zum Camp

Während der Kaffeepause gab am Samstag noch eine spontane Diskussion und Feedbackrunde zum Camp.

Die Aufteilung in zwei thematisch unterschiedliche Stränge fand ich gut. Da die Teilnehmer durch die Trennung in zwei Klassen geteilt werden, halte ich es für besser, in Zukunft mit Support-Tickets zu arbeiten, indem Profis – allen Teilnehmern die selbst oder deren Firmen mit Drupal Geld verdienen – nahegelegt wird, Tickets der teureren Kategorie zu erwerben.

In der Drupal-Welt gibt es immer schon den Trend zu Camps, die eher Konferenzen als Barcamps gleichen. Wie auch bei den Drupal Businessdays würde ich vorschlagen, mehr Barcamp zu wagen, indem die Sessions morgens aus dem Kreis der Teilnehmer gepitcht und nicht im Vorwege eingereicht werden.

Da es sich bei den Camps dem Wesen nach um Fortbildung handelt, würde ich es besser finden, wenn die Veranstaltung unter der Woche stattfindet, sodass das Wochenende für die Familie frei bleibt. Tatsächlich hat sich gezeigt, dass viele Teilnehmer bereits am Sonntag morgen abgereist sind. Die Schlussrunde fand insofern auch bereits am Samstag Abend statt.

comm-press war auch bei den zweiten Drupal Business- und Community-Days in Heidelberg Sponsor.
comm-press war auch bei den zweiten Drupal Business- und Community-Days in Heidelberg Sponsor.

Allen am Business-Track Interessierten empfehle ich auch einen Blick auf das Format "Agenturcamp" zu werfen, das dieses Jahr noch zwei Barcamps in München und Hamburg anbietet.

Vielen Dank an unsere Freunde von erdfisch, die das Camp toll organisiert haben, und an den Drupal e.V., der das Camp finanziell ermöglicht hat, indem er das Kostenrisiko übernommen hat.