Ralf Hendel, Geschäftsführer
Drupal Enthusiast und Freizeit-Pianist.

Flug nach Denver

Auf dem Weg zur DrupalCon nach Denver

Unser Flug in die USA begann morgens von Hamburg zuerst mit einem Abstecher nach Frankfurt, bevor wir dort gegen 12:00 Uhr losgeflogen und kurz nach 15:00 Uhr Ortszeit in Denver, Colorado angekommen sind. Wir sind "mit der Sonne" geflogen, hatten den ganzen Flug über Tageslicht und meistens sogar einen wolkenlosen Blick auf den Boden. Die Route ging über Island, Grönland, die Hudson Straße, die riesige Hudson Bay über Kanada und schließlich in die USA.

Vor Grönland schon haben wir eine Menge Eisberge gesehen. Die Handyfotos aus dem Flugzeugfenster sind sogar einigermaßen etwas geworden. Grönland selbst ist eine einzige bergige Eislandschaft, bei denen gelegentlich ein paar felsige Berge Hänge zu erkennen sind

Die Hudson-Straße war um diese Jahreszeit noch vollständig von Eis bedeckt.

Nur anhand der Risse und Verschiebungen der Eisplatten, durch die dunkelblaues Wasser schimmerte, konnten wir erkennen, dass wir uns nicht mehr über dem Festland Grönlands befinden.

Verkehrsplanung am Reißbrett - die USA von oben

Die USA lässt sich von oben ganz einfach daran erkennen, dass das gesamte Land mit einem schachbrettartigen Muster aus Straßen überzogen ist. Mit Ausnahme der Gebirge und großen Seen ist das gesamte Land, dessen ländliche Regionen im Vergleich zu Deutschland sehr dünn besiedelt ist, mit rechtwinkligen Straßen erschlossen.

Wenn sich an einem Kreuzungspunkt zufällig ein See befindet, wird darauf keine Rücksicht genommen und die Straßen einfach über den See gebaut. Von oben sieht das ziemlich lustig aus: auf dem Foto kann man beim genauen Hinsehen eine T-Kreuzung erkennen, die mitten auf einem See errichtet wurde.

Beindruckend war zuletzt noch der Anflug auf Denver vor der Kulisse der Rocky Mountains.

Dank der guten Aussicht verging der zehnstündige Flug schneller als erwartet und ich empfand ihn kein Stück als langweilig.

Biometrische Erfassung bei der Einreise

Die Einreise verlief recht unspektakulär. Jeder Ankömmling wurde allerdings biometrisch erfasst, indem Fingerabdruck-Scans sämtlicher zehn Finger genommen wurden, und zum Einreisegrund befragt.

Na, ja - ich versuch es positiv zu sehen: jeder Kontakt mit der Bevölkerung trainiert meine Englisch-Kenntnisse... ;-)

Als wir gegen 17:00 Uhr noch offizieller Zeit im Hotel ankamen, war es "in Wirklichkeit" kurz nach Mitternacht und die Sonne schien immer noch taghell. Ziemlich merkwürdig - aber auch alles recht beeindruckend. :-)

In Denver haben wir gerade eine Hitzewelle und die Leute laufen vielfach in kurzen Hosen und T-Shirt rum. Die Thermounterwäsche hätte ich mir sparen können, einzupacken.

Die meisten Hotels hier bieten einen kostenlosen Shuttle-Service an vom Flughafen zum Hotel und von dort in die Stadt und wieder zurück. Auf dem Weg zum Hotel haben wir ein Rudel Rotwild und jede Menge Präriehunde gesehen: kleine putzige Tierchen, die wie Erdmännchen aussehen und überdimensionierte Haufen aufwühlen.

Blick auf die Rocky Mountains aus dem Hotelzimmer

Beim Aufwachen heute morgen gegen 07:00 Uhr hatte ich einen Blick aus dem Hotelzimmer auf die schneebedeckten Gipfel der Rocky Mountains, die von der aufgehende Sonne orange angeleuchtet wurden, während im Hintergrund die typischen Hupsignale zu hören waren, die man aus den Filmen kennt, wenn die riesigen Güterzüge durch die Prärie fahren. Die Rocky Mountains sind etwa 80 Meilen entfernt, wirken aber viel näher.

Nach der DrupalCon bin ich schon auf unsere Rundtour gespannt, die uns im Mietwagen durch die Rocky Mountains über den Grand Canyon und Las Vegas nach Los Angeles führt. Ich hoffe auf schneebedeckte Pässe und beindruckende Natur.

Der Kampf mit der Facebook-Authentifizierung via Handy.

Einen kleinen Tipp noch für alle, die sich auf den Handy bei Facebook anmelden wollen. Über Prepaid-Global hatten wir uns Prepaid-Karten mit einem Daten-Flat-Tarif besorgt und gestern abend beim Essen aktiviert. Das hat auch wunderbar funktioniert. Beim Versuch allerdings, Facebook auf dem Smartphone zu öffnen, hatte ich einen kleinen Kampf.

Anhand der Provider-Einwahl hat Facebook eine ungewöhnliche Einwahl erkannt und wollte von mir über die Passworteingabe hinaus noch eine zusätzliche Authentifizierung haben. Den Captcha auf Smart-Phones einzugeben finde ich zwar immer etwas kompliziert, aber beim dritten Versuch hat das geklappt.

Damit begann aber erst das eigentliche Problem: Ich durfte mir aussuchen, ob ich mich per SMS oder Anhand Bildern von Freunden authentifizieren wollte. Meine temporäre USA-Nummer konnte ich natürlich nicht verwenden, da ich die Nummer ohne Zugriff auf mein Konto nicht eingegeben konnte. Da ich keine Lust hatte, die andere SIM-Karte wieder einzusetzen, und mir auch nicht sicher war, ob ich SMS überhaupt in den USA empfangen könnte, habe ich mich für die Bilder entschieden.

Facebook hat mir nun ungefähr acht verschiedene Bilder nacheinander gezeigt, auf denen Freunde von mir markiert wurden. Aus einer zufälligen Auswahl von Freunden musste ich jeweils den richtigen angeben. Zweimal durfte ich die Auswahl überspringen. Eigentlich eine pfiffige Methode. Dachte ich...

Blöd nur, wenn Bilder vorgespielt wurden, auf denen entweder niemand zu sehen ist oder aber ein Gruppenfoto mit sämtlichen Teilnehmern der DrupalCon aus London. Facebook verlässt sich allein auf die nutzergenerierte Form der Personenmarkierung. Ob die betreffende Person auch wirklich auf dem Bild zu erkennen ist, kontrolliert Facebook offensichtlich nicht. Um es kurz zu machen: ich habe es nicht geschafft.

Einen zweiten Versuch bestehend aus der Kette von Passworteingabe, Captcha und nochmals den Bildern habe ich bei den Bildern abgebrochen. Im Hotel habe ich mich per Notebook und WLAN in mein Facebook-Konto eingeloggt. Dort meldete mir Facebook, mein Konto sei wegen verdächtiger Kontozugriffe aus den USA gesperrt. Ich könnte es aber wieder entsperren, wenn ich die Zugriffe als in Ordnung betrachte. Mit dem einen Klick war mein Konto wieder frei. :-)

Erspart Euch den Stress mit dem Entsperren über ein Smart-Phone. Nehmt besser gleich den Browser eines Notebooks, falls Ihr die Möglichkeit dazu habt.