Karsten Frohwein, Geschäftsführer
Geschäftsführer der comm-press GmbH und absoluter Drupal Evanglist.

Reisebereicht BADcamp

BADcamp 2012 - das größte Drupal-Camp der Welt

Seit längerem kannte ich die vielen und tollen Bilder vom BADcamp 2011. Die Leute schienen Unmengen an Spaß gehabt und dabei viel für Drupal getan zu haben. Also sponn ich den Gedanken, einfach hin zufliegen und dabei zu sein. Und so ging es am 26.10.2012 los nach Berkeley - California.

Reisebericht

Die ersten zwei Tage habe ich Sightseeing gemacht und viel erlebt. Ich bin immer noch stolz darauf, zur Golden Gate Bridge geradelt zu sein, auch wenn meine Kette genau am Anfang der Brücke gerissen ist. Am Montag ging dann der Views in Core Sprint im Büro von Pantheon los. Dort habe ich die vier neuen Core Views Maintainer xjm, dawehner, tim.plunket und damienkloip, sowie dead_arm kennengelernt und versucht zu helfen. Ich kam mir zwar etwas wie das 5. Rad am Wagen vor, hab aber mein Bestes gegeben, XHProf zum Benchmarken benutzt und Donuts gekauft. chx kam dann auch noch dazu, ich weiß aber nicht, was er dort gerade ausgebrütet hat. Vielen Dank an Pantheon für den Raum und das tolle Essen!

Am Mittwoch habe ich dann noch eine Sightseeing-Tour eingelegt und bin zusammen mit YesCT Bäume anschauen gefahren und an den Strand.

Am Donnerstag ging dann das Camp los mit drei Sessions auf dem Business Owner Summit. Die Sessions waren sehr interessant und darauf ausgerichtet, dass sich Drupal Shops gegenseitig helfen, ihre Geschäfte besser abzuwickeln oder Mitarbeiter zu finden und zu verwalten. Es war hier schon auffällig, dass nicht die erwartete Zahl an Besuchern erschienen ist. 190 sollten es sein, ich denke aber, dass nur um die 50 Personen im Raum waren. Den Nachmittag und Abend habe ich dann in der Coder Lounge verbracht.

Freitag war dann der Core Developer Summit, der mir wie eine Selbsthilfegruppe für gestresste Core Devs vorkam: Burn-out, Zeitdruck und wie man damit fertig wird. Am Abend war ich dann bei einem Football-Spiel. Go Bears!

Samstag öffnete dann das eigentliche Camp die Pforten. Es gab Frühstück mit Bagels und Donuts, eine Ausstellerhalle, einen großen Saal, BOFs und eine Menge Räume. Es waren nur nicht so viele Besucher, wie ich dachte. Es kam mir nicht viel voller vor als die Dev Days in München oder Drupal City Berlin. An dem Tag habe ich die Dries Note gehört, die ich sehr gut fand, da er "Drupal Around the World" und seine Reisen als Thema hatte. Danach die Spark Initiative und eine Session zu Panolopy.

Danach musste ich noch meiner XHProf-Session ein wenig Glanz verleihen. Leider war das alles etwas knapp und ich bin gerade so und außer Atem in meine Session gekommen. Diese war dann aber ein voller Erfolg.

Am Abend gab es dann noch die Piraten-Party mit Kostümen, Augenklappen und Plastikschwertern. Ich habe den Abend getanzt wir ein Pirat! AAARRFFFF!

Am Sonntag habe ich mir noch eine Session von chx zu Drupal-Skalierung angehört und "Crell vs. Eaton". Dann musst ich aber gleich los zurück ins kalte und regnerische Deutschland.

Hier meine Bilder von der Badcamp 2012 Reise

Ein tolles Camp ... unter vielen weltweit

Es war ein richtig tolles Camp! Das Session-Angebot war riesig, es wurde gesprintet wie wild, es gab sogar Stipendien und das Wetter war toll. Wirklich blöd war die "no show rate". Ich denke, das 50% weniger Personen da waren als angemeldet. Der größte Saal war nie voll. Das kann am Hurrikan gelegen haben oder daran, dass das Camp gratis war. Ich weiß es nicht, aber es ist schade.

Doch Drupal lebt von seiner Community: Gib ihr WLAN, was zu essen und ein Dach über dem Kopf und sie sprintet fast schon automatisch. Wenn ich das mit München, Berlin, Brüssel oder Barcelona vergleiche, dann hat jeder Ort seine eigene Magie und seine eigene Community. Aber das hebt das BADcamp nicht von anderen Camps ab. San Francisco und auch Berkeley sind tolle Orte für ein Drupal-Camp. Und die Community allein in den USA ist ungemein größer. Aber das Ereignis ist es auch wieder nicht.

Eine DrupalCon ist etwas anderes. Teurer und besser organisiert. Und deshalb kommen auch 90% der Gäste. Sie sollte sich auch nicht mit so einem Camp messen wollen und versuchen eine Technologiemesse rund um Drupal zu werden und nicht ein Drupal Dev Summit. Es braucht sich einfach nicht zu vergleichen.

Mein Fazit ist, dass ich nächstes Jahr unbedingt wieder da hin will, um die amerikanische Community zu treffen. Es hat einfach zu viel Spaß gebracht! :-)

Kommentare

Gast - 13. November 2012 - 16:40
Hi Karsten, geiles Foto!!! http://www.comm-press.de/sites/default/files/dsc03575_1.jpg