Klemens Heinen, Drupal-Entwickler

Erfahrungen Drupal Design Cmap

Das Drupal Design Camp Berlin 2011

Das Gute vorweg: Kaffee und Tee waren gratis und reichlich vorhanden. Die Räume waren gut (einer hatte sogar WLan - der andere weigerte sich bis zum Schluss), auch die Toiletten waren sauber. In der Umgebung fand man eine große Menge preiswerter Lokale und überhaupt ist Berlin immer eine Reise wert.

Es fing Samstag um 9 Uhr an - und weil da noch kaum jemand da war, wurde alles um eine halbe Stunde verschoben. Soweit so gut.

Zu den Sessions: ich hatte da - ehrlich gesagt - eine gewisse Erwartungshaltung. Antworten zu Theming-Fragen wie: Was hat sich im Theming gegen D6 verändert, gibt es Best Practices, neue sinnvolle Module ?  Entsprechende Sessions hab ich besucht. Es war lausig: teils unmotiviert, teils unstrukturiert vorgetragene Simplizitäten, die meiner Meinung nach an jedem Publikum vorbeigingen. Da halfen auch die schönsten Folien und Präsentationsgrafiken nicht. Beispiele:

Theming API - 45min lang über die 9 Schritte, die Drupal beim Theme durchläuft. Entgegen der Ansage mit sehr wenig PHP oder klugen Beispielen.

Face your fears: Drush and Aegir - Basics über Drush (das Wozu könnte man auch sehr überzeugend in 5 Minuten abhandeln), und die Drupal-Projekte-Verwaltung Aegir, über die ich jetzt so wenig weiß wie vorher.

The Scary Render Array - Ja, es gibt jetzt ein Render-Array. Und damit kann man viel machen. Ein paar Beispiele mit Do's und Dont's wären nett gewesen.

Theme like a rock star - Die Morten-Show: schlag die Designer wegen ihrer unmöglichen Grafiken, schlag sie nochmal, und die nervigen Coder, die keine Ahnung vom Theming haben, gleich mit. Auch wenn es mir nicht geholfen hat, hat es mir doch gefallen.

Verwirrend: nicht nur die Zeiten verschoben sich, auch die Räume. Das führte dann am Sonntag dazu, dass die beiden Sessions über CSS-Makrosprachen "LESS" und "SASS" gleichzeitig, statt nacheinander stattfanden. Sehr uncool.

Der Lichtblick: Die SASS-Session - per Skype aus Taiwan übertragen: gut strukturiert, verständlich vorgetragen, neugierig auf mehr machend.

Ausblick: Laut Morten soll das nächste "Design"-Treff dann "Drupal Theming Camp" heißen (oder ähnlich), damit die Coder und Themer nicht denken, hier würde gemalt.

Hoffen wir das Beste.

PS: Ja, es gab auch T-Shirts in minimalistischem Design und mehreren Farben.

Motto: Wir waren da, irgendwann, irgendwo.

Kommentare

Das Drupal Desi... - 29. Juni 2011 - 11:48
[...] den Originalbeitrag weiterlesen: Das Drupal Design Camp Berlin 2011 | Drupal in Hamburg – Beratung … Teile und hab Spaß Mit Klick auf diese Icons kann man diese Webseite mit anderen Social [...]
Florian - 28. Juni 2011 - 22:19
@ Micha, Jespers Slides zu "less is more" waren sehr strukturiert mit Beispielen etc. Du bekommst einen guten Einblick in die Materie: http://www.slideshare.net/woeldiche/do-more-with-less-8426848 Grüße Florian
Micha - 28. Juni 2011 - 11:55
Hallo Klemens, gleiches Fazit bei mir. Die Sessions waren sehr basic bzw kamen ohne oder wenig aussagekräftige Beispiele aus. Der Sessionplan war spätestens am Sonntag hinfällig. @mkalkbrenner muss per Twitter fragen, wann und wo seine eigene Session beginnt. Einziger Lichtblick für mich war die SASS Session. Gerne hätte ich die zu LESS als Vergleich der Frameworks gehabt. Weiterer Kritikpunkt: die Getränkepreise. Eigenversorgung war durch den Locationbetreiber unerwünscht. Eine Apfelschorle 0.5 kostete dann aber mal eben 3 Euro.