Privatsphäre auf Facebook

Drupal meets Social Media

Gestern bin ich in den Genuss meines ersten Drupal-Treffens (#dughh) in Hamburg bei der comm-press GmbH zu kommen. Vielen Dank noch mal für die Einladung, Ralf Mr. Drupal Hendel und Danke auch für euer Interesse. ;-) Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung!

Bei meinem Vortrag über Social Media ging es vor allem um die Frage, worauf man bei der Nutzung des Social Webs als Freelancer oder Angestellter besonders achten sollte.

Dabei sind wir recht schnell auf Facebook und die dort gegebenen Privatsphäreeinstellungen gekommen. Auch wenn man sich leider einmal gründlich einarbeiten muss - sind diese Funktionen sehr gut geeignet, um die Informationen, die Freunde sehen von denen, die Geschäftskollegen sehen, zu separieren. So braucht man keinen Kontakt mehr abzulehnen, sondern man zeigt ihm einfach nur das, was er sehen soll - und genauso kann man selber gut steuern, was man von anderen (Seiten oder Menschen) sehen möchte.

Wobei ich davon abrate, leichtsinnig zu werden: Es kann jederzeit etwas rauskopiert oder durch einen Bug oder eine Unachtsamkeit öffentlich werden. Es ist hilfreich, beim posten und kommentieren immer auf die angezeigten Symbole zu achten:

  • Die "Weltkugel" heißt, der Inhalt wird öffentlich sein für Suchmaschinen.
  • Der "Oberkörper" bedeutet, es sehen nur die Freunde und gegebenenfalls die markierten Personen und deren Freunde.
  • Das "Rädchen" bedeutet, es handelt sich um eine speziell angelegte Liste. Hier sollte man besonders vorsichtig sein beim rauskopieren veröffentlichter Inhalte.

Es gibt die folgenden drei Listen-Typen:

Smartlists (vorgefertigte Listen)

Neben den (aufgrund der eigenen Profilangaben) vorgefertigten Smartlists, wie zum Beispiel "Arbeitgeber", gibt es die folgenden Standardlisten, die einen Einfluss haben darauf, wie viel Informationen der so markierten Personen Facebook einem im eigenen Newsfeed anzeigt:

  • Enge Freunde: Beiträge dieser Personen werden im allgemeinen Newsfeed als besonders wichtig eingestuft und häufiger angezeigt
  • Bekannte: Beiträge dieser Personen werden hier als weniger wichtig eingestuft und nicht immer angezeigt
  • Eingeschränkt: Personen, die dieser Liste zugewiesen werden, sehen nur die öffentlich sichtbaren Einträge

Eigene Listen (Listen, die man für Personen und Seiten erstellt hat)

Über "Freunde" (linke Navigation oder das jeweilige Profil) kommt man auf "zu einer anderen Liste hinzufügen" und dann in die Auswahl oder man kann eine "neue Liste erstellen".

Interessenlisten (Listen für Seiten und Personen, die man abonniert hat)

Zusätzlich zu eigenen Listen und Smartlists kann man Interessenlisten erstellen und diese auch für andere zugänglich machen. Sie sind in der linken Navigation zu finden und können dort auch hinzugefügt werden.

Ich abonniere welche (z.B. BarCamps in Deutschland) und bestimmte Listen rufe ich nur dann auf, wenn ich Inspiration brauche. Wieder andere habe ich als Sammlung veröffentlicht, wie zum Beispiel (hier zum Beispiel meine öffentliche Facebook-Social Media Best Practise Mittelstand /Konzerne). Das Schöne ist: Man muss nicht mal an einer Seite sein, um diese in der Liste zu führen.

Was man außerdem wissen sollte: Facebook sortiert vor und entscheidet immer mit darüber, was ich zu sehen bekomme. Was sehe ich und wie kann ich die Listung in meiner Timeline beeinflussen kann, lässt sich hier in meinem Blog nachlesen. Wer sich noch detaillierter in die Listen einlesen will, findet hier einen schönen Blogbeitrag von Dominik Hofferer.

Wer weitere Tipps und Tricks für die private Nutzung von Facebook sucht, kann meinen aktuellen Adventskalender im Blog abonnieren oder auf meiner Facebook-Seite verfolgen.