nordschleswiger

Für unseren dänischen Kunden haben wir die neue online-Ausgabe der traditionsreichen Zeitung in enger Zusammenarbeit konzipiert, gestaltet und technisch umgesetzt. Der Nordschleswiger ist Informationsquelle, Forum und Sprachrohr für die deutsche Minderheit in Dänemark.

Kunde:
Der Nordschleswiger
Projekt:
nordschleswiger
Branche:
Verlage
Leistung:
Konzeption, Webdesign, Entwicklung

Die Herausforderung

In einem initialen Workshop haben wir mit dem Kunden detailliert besprochen was die neue online-Ausgabe leisten soll, die Ziele wurden klar umrissen: Die Reichweite der Website Nordschleswiger soll verbessert werden, sowie mehr Deutsche (also: deutschsprachige) Leser erreicht werden.

Die Website soll mit einer neuen, zeitgemäßen Gestaltung erscheinen, eine verbesserte Nutzerführung erhalten und insgesamt das „Leseerlebnis“ steigern. Das bisherige CMS soll durch Drupal 8 ersetzt werden. Insgesamt soll der Relaunch den „NEWS-Gedanken“ fördern, d.h. Aktualisierungen sollen umgehend auf der Website veröffentlicht, sowie redaktionelle Workflows im Backend wesentlich stärker unterstützt werden.

– Im Bild: Chefredakteur Gwyn Nissen (vorne), Carsten Werth (links) und Cornelius von Tiedemann –

 

Die Umsetzung – MVP & Scrum

Für die Umsetzung wurde ein klar umrissenes MVP definiert. Minimum Viable Product: ein Minimal Viable Product (MVP), wörtlich ein „minimales überlebensfähiges Produkt", ist die kleinste funktionsfähige Iteration eines Produkts, das über alle wesentlichen Funktionalitäten verfügt, die es unbedingt benötigt um marktfähig zu sein.

Ist das MVP – auch als ”Muss-Phase" zu bezeichnen – umgesetzt, folgen zwei weitere Phasen: „Soll" und „Kann". Diese Vorgehensweise ermöglicht ein schnelle und zielgerichtete Entwicklung der Website, mit dem Ziel eines frühestens möglichen Launch. Strukturelle Erweiterungen, sowie das Hinzufügen weiterer Features sind planbar, sowohl in Hinsicht auf das Gesamt-Budget, als auch auch mit Blick auf den Leistungsumfanges eines Projektes. Die eigentliche Umsetzung erfolgt nach unserer Vorgehensweise im Scrum-Prozess.

Die Website Nordschleswiger ist seit März 2017 online.

Der stellvertretende Chefredakteur – Cornelius von Tiedemann – über das Projekt und die Zusammenarbeit mit comm-press.
 

Nordschleswiger

Was südlich des Nord-Ostsee-Kanals kaum noch einer weiß, ist dass hier, im nördlichen Teil des ehemaligen Herzogtum Schleswigs, noch immer Tausende Menschen leben, die deutsch sprechen, lesen, denken, träumen. Es sind die Nachfahren der „Übriggebliebenen“ nach der Grenzziehung von 1920, die Schleswig in zwei Teile trennte.

Den Norden, in dem die Mehrheit Dänisch und die Minderheit bis heute Deutsch spricht, und den Süden, in dem die Mehrheit Deutsch und die Minderheit Dänisch spricht. Heute sind die Nordschleswiger deutsche Dänen und die Südschleswiger dänische Deutsche. Mehr über Nordschleswig auf Wikipedia

Die Zeitung

Die Zukunft mitgestalten. Beim Nordschleswiger, der deutschen Tageszeitung in Dänemark, legen wir viel Wert auf die Geschichte – aber noch mehr Wert legen wir auf die Zukunft.

Wir wollen sichtbar sein und sichtbar bleiben. Für alle, die sich der deutschen Minderheit in Dänemark zugehörig fühlen, für alle, die sich für sie und ihre Belange interessieren, aber auch für alle, die sich für Nordschleswig und Dänemark interessieren, ohne der dänischen Sprache mächtig zu sein.

 

Hyggelig und fokussiert

Bei der Entscheidung für comm-press spielte der menschliche Faktor eine entscheidende Rolle. Das Team in Hamburg-Altona passte mit seiner unprätentiös-professionellen Art wie die Faust aufs Auge zu unserer durch die dänische Mentalität geprägte Art – direkt aber freundlich, für jeden Spaß zu haben, aber immer verbindlich und zuverlässig.

Auch weil bei comm-press alles im Hause umgesetzt wird, haben wir dem Team unseren Neubeginn anvertraut. Vom Layout bis zum letzten Komma im Code wird alles von den Profis in den Büros in Altona umgesetzt. Das sorgt für reibungslose Kommunikation und dafür, dass wir stets einen Ansprechpartner haben, der weiß, was Sache ist.

Unseren Wunsch nach einem nordisch-eleganten, freundlich-übersichtlichen Erscheinungsbild setzte das Team bereits in den ersten Entwürfen um. Jeden Schritt bis zum Launch der neuen Seite konnten wir nachvollziehen und auf Wunsch besprechen.

 

Ein Neubeginn – ganz und gar

Um möglichst viele Menschen erreichen zu können und dies auf einer technischen Grundlage, die zukunftssicher und ausbaufähig ist, haben wir uns für die online-Aushabe des Nordschleswiger für Drupal entschieden. Ein Content-Management-System, das von einer weltweiten Gemeinschaft immer weiterentwickelt wird.

Als wir uns endgültig entschieden, unserem alten CMS adieu zu sagen, war Drupal 8 gerade in den Startlöchern. Andere Agenturen zögerten, wollten uns lieber noch mit Drupal 7 versorgen. Nicht so das Team von Comm-Press. Hier war die Begeisterung groß, ein ganzes Projekt gleich mit dem neuen Core aufzubauen, an dem die Hamburger, wie sie stolz berichteten, auch ihren Anteil hatten.

Wir haben uns für einen konsequenten Neubeginn entschieden: Der Nordschleswiger soll auf Sicht ein Online-Medium mit Papierzeitung werden – nicht umgekehrt. Das hat auch inhaltliche Konsequenzen. Weil mit der Neuausrichtung sich das inhaltliche Konzept für nordschleswiger.dk geändert hat – grob gesagt von Quantität zu Qualität – haben wir darauf verzichtet, alte Inhalte auf die neue Internetseite mitzunehmen – zu migrieren, wie man sagt.

Über unsere E-Zeitungs-Archiv sind Abonnenten sämtliche Zeitungsausgaben seit 1945 zugänglich. Wer in der Geschichte graben will, hat dort jede Menge Material. Die online-spezifischen Inhalte auf nordschleswiger.dk, sind allesamt neu. Somit konnten wir uns gemeinsam mit dem Team von comm-press voll darauf fokussieren, eine komplett neue Welt zu schaffen.

Die Reise geht weiter

Ja, der Launch der neuen Seite musste nach hinten geschoben werden. Das ist nicht außergewöhnlich und wenn man nicht den Fehler macht, ihn zu frühzeitig öffentlich zu kommunizieren, auch gar kein Problem. Im Gegenteil. Wir habe gemeinsam mit dem Team von comm-press solange an der Seite gefeilt, bis beide Seiten vollauf zufrieden waren. Schließlich entstehen im Prozess neue Herausforderungen – neue Möglichkeiten tun sich auf, neue Anforderungen werden zwingend.

Nordschleswiger.dk funktioniert heute, rund ein Jahr nach dem Beginn unserer Zusammenarbeit, bestens. Das Angebot ist von unseren angestammten Lesern und Usern mobil, am Desktop und auf dem Tablet durchweg positiv, um nicht zu sagen begeistert, aufgenommen worden. Kollegen anderer Medien beneiden uns um die klaren Strukturen, das schnelle Navigieren, die kurzen Ladezeiten. Und neue Leser entdecken in uns eine seriöse und leicht zugängliche Quelle für Informationen und Inspirationen aus Dänemark.

Gemeinsam mit dem Team von comm-press, das stets auf dem neuesten Drupal-Stand ist, entwickeln wir Nordschleswiger immer weiter. Was ist möglich, was wird bald möglich sein – eine Nachfrage in Hamburg gibt uns die Antwort.

Mehr ist in Arbeit

Wir setzen auf Drupal – auch in Nebenprojekten. So arbeiten wir mit dem Team von comm-press jetzt zusätzlich auch an einem Angebot für dänische Lehrer und Schüler im Deutschunterricht. Wir vertrauen comm-press – und freuen uns auf die gemeinsame Zukunft!

– Cornelius von Tiedemann –