comm-press: Your Drupal agency in Hamburg, Germany: Consulting, training, programming, service, webdesign and hosting

Erfahrungen eines Auszubildenden . comm-press als Ausbildungsbetrieb...

von Andreas Doege
am

Ein Erfahrungsbericht...

Am 1.1.2011 begann das Experiment. comm-press als Ausbildungsbetrieb.

Beide Azubis kamen von einer anderen Agentur und waren unglücklich mit ihrem Arbeitgeber, dem Verlauf ihrer Ausbildung und auf der Suche nach Alternativen. Durch Zufall und ein wenig Marketing in eigener Sache traf ich im November 2010 Ralf Hendel auf dem Barcamp Hamburg.

Die Chemie stimmte und schon kurze Zeit später, nach einer Vorstellungsrunde mit Karsten Frohwein, stand die Entscheidung fest, den Betrieb zu wechseln und zum 1.1. bei comm-press anzufangen.

Anwendungsentwicklung vs. IT-Systemkaufmann

Einziges Problem war: Meine laufende Ausbildung war kaufmännisch geprägt. Comm-press, als Webentwickler mit Spezialisierung auf Drupal-Lösungen, hatte aber nicht die nötige geschäftliche Ausrichtung, einen IT-Systemkaufmann auszubilden und die IHK Hamburg bestand auf einen Wechsel des Ausbildungsganges zum Fachinformatiker: AE.

Mit einer Pistole auf der Brust und dem unbedingten Wunsch bei comm-press anzufangen wurde der durchaus schwere Entschluss gefasst, einen kompletten inhaltlichen Wechsel durchzuführen.

Drupal? Was ist das überhaupt?

Programmieren? Meine AE Noten waren sehr gut, aber wirklich programmieren? Stundenlang coden und die Nächte durchhacken? Bisher nicht meine Welt!

Die erste Frage wurde schnell beantwortet, sei es durch Eigenrecherche oder einen unbeschreiblichen Support des comm-press Teams. Allein in der ersten Woche hatten wir täglich Sessions zu den Basics von Drupal, angefangen bei der Installation, über CKK, Views und Panels, bis hin zu Entwicklungstools aus der "Welt von Drupal", wie Drush und Git.

Auch der Zugang zur Community wurde von Anfang an großgeschrieben. Noch im November besuchte ich mein erste Drupal Usergroup Veranstaltung und wurde regelrecht von Ralf in die Community eingeführt. Keiner, dem er nicht erzählte, warum comm-press plötzlich zwei Auszubildende hatte und wie wir uns kennenlernten. Der Höhepunkt dieses Community-Aktivitäten war der Besuch der Drupal Developer Days Brüssel. Meine erste internationale Veranstaltung!

Der Zugang zum Arbeiten mit Drupal und dem, was Drupal erst das Leben einhaucht - den Menschen hinter Drupal - war aufregend, spannend, oft anstrengend aber immer mit Spaß erfüllt.

Nun ein halbes Jahr später schreibe ich diese Zeilen, habe mein erstes komplett eigenes Projekt nahezu abgeschlossen. Von der Konzeption und Umsetzung von CI Vorgaben, über die Konfiguration von Views, Panels, Galerien, Blöcken und das Deployment mit GIT sowie Features. An anderen Projekten wirkte ich mit z.B. SWIM.de und lernte die Welt von Drupal kennen und lieben.

Und sonst?

Wo Licht ist, ist auch immer Schatten. Die Frage des Programmierens habe ich bisher größtenteils ignoriert oder bin ihr aus dem Weg gegangen. Aber Drupal ist nicht nur Systemarchitektur, auch die Entwicklung von Modulen und der Umgang mit Template-Dateien muss zu meinen Fähigkeiten gehören. Auch hier ist der Support aller Teammitglieder vorbildhaft. Und mit einer beispiellosen Engelsgeduld sitzt der ein oder andere Kollege neben mir und beantwortet jede noch so triviale Frage eines totalen Programmieranfängers. Und so werden Vereinbarungen getroffen, Lernziele definiert und Sessions durchgeführt. Die Fortschritte sind da, packen wir es an. Das Ziel ist nicht nur das Bestehen der Prüfungen, sondern auch der kontinuierliche Ausbau meiner Fähigkeiten.

Man kann nur hoffen, dass es mehr solche Unternehmen gibt, in denen Ausbildung nicht nur eine Frage der billigen Arbeitskraft ist, sondern in Gänze ernst genommen wird!

Und so ist dieser Blogbeitrag nicht nur als Erfahrungsbericht zu verstehen, sondern auch ein Dank an das comm-press Team.