Samstag

Im Hotel gab es schon das nächste erfreuliche Treffen mit den Leuten von Erdfisch, angeführt von "Flüsterchen" Holldorf. Das Hotel hatte ein ordentliches Buffet und schon ging es hoch her um die neusten Beiträge auf Facebook, Android Handys und auch um dieses Drupal, von dem immer alle reden. Die Uni war sehr nah vom Hotel und es soll dort etwas zu knapp bemessen worden sein, als dass alle vor der Eröffnungsrede sich anmelden konnten, aber mir war das absolut egal. Ich war eh zu fertig mich auf Sessions zu konzentrieren und wollte eigentlich nur in einer Ecke sitzen und vor mich hin hacken. Wie anders es doch sein kann. Kaum angekommen waren so viele Menschen dort, die ich kannte. Der Stephan, der Eugen, die vielen Thomas, cocomore, UndPaul, es war eine reine Freude!
Diese Camps sind mittlerweile ein Treffen von Freunden. So viele davon chatten jeden Tag im IRC, telefonieren, skypen, twittern oder schreiben etwas auf Drupalcenter.de. Ich habe mich gleich wie zu Hause gefühlt. Auf die Session von Gehard Killesreiter, den ich unbedingt mal kennen lernen wollte, hatte ich mich gefreut und dann mit Schrecken erkannt, dass ich ja schon zu spät dran war, nach dem ganzen "Hallo!". Verlaufen hatte ich mich dann auch noch bis ich den Raum dann gefunden hatte.

Die Uni-Räume waren alle wirklich gut ausgestattet. Hell, viele Stühle, gute Beamer. So muss es sein. Auch die sanitären Anlagen waren super und dem Ansturm gewachsen. Nach der ersten Session und nur wach durch Unmengen an Kaffee, die ich auch brühwarm bekam, wollte ich dann das tun womit ich mich entspannen kann, programmieren. Aber wie soll das möglich sein, mit einem Raum voll interessanter Menschen, die meine Interessen teilen.
Also verbrachte ich den Tag mit Diskussionen über MySQL, i18n APIs, "Hey wie läuft das Geschäft?" und viel Drupal Talk. Drupal ist so vielfältig und es hat einfach kein Ende. Ob man nun über Team-Organisation, Kundenumgang, Drupal Hosting, Modul-Entwicklung, Social Publishing oder einfach über das Wetter redet, das System ist immer dabei. Aber selbst zum Programmieren bin ich noch gekommen, wenn Leon mich gelassen hat und nicht wieder meinen Browser hat tanzen lassen. Ich durfte auch dem kreativen Prozess bei wohnen, wie über Views 4 sinniert wurde.
Interessant war, das so viele das terms of use Modul kannten, an dem ich zur Zeit arbeite, und sich darüber gefreut hatten. Das gibt einem natürlich eine Menge Motivation!

Die Drupal Initiative hatte sich am Freitag schon getroffen und hatte noch viel Bedarf zum Planen und diskutieren. Also traf sich gegen 18:00 Uhr eine Runde in bequemen Liegestühlen und sprach darüber, was einem in der Initiative fehlt und wie man sich einbringen darf. Es gab eine Menge Aufbruchstimmung und viele gute Ideen.

Der Ort für die Party war die Repüblik und der Weg dahin ziemlich chaotisch. Wir wollten nicht schwarzfahren, ehrlich nicht, der Automat in der Tram war kaputt. Nach einer Stunde Bahnfahrens hatten wir dann endlich den Ort des Geschehens erreicht und dort bis ca. 23:30 wieder viel Spaß gehabt. Zwischen Brötchen, Kickern und Tanz wurde weiter kollaboriert und ich bin mir sicher, dass in dieser Nacht diverse Module gezeugt wurden.

Auf der Party wurde ich noch gefragt, ob ich nicht doch eine SimpleTest Session halten wollte. Ich hatte die Anmeldung verpasst und es war bei uns auch gerade sehr stressig - also habe ich mich schon gefreut das doch noch halten zu dürfen.

Dann um 1:00 Uhr im Hotel, nachdem ich noch diverse Dinge lesen musste, wie zum Beipspiel warum UberCart nun Drupal Commerce ist und nie für Drupal 6 erscheinen wird, fand ich sogar etwas Schlaf.

Sonntag

Um 7:00 Uhr purzelte ich aus dem Bett. Nach einem langen Frühstück das ich erst allein verbrachte und kurz mal meine Session umgeschrieben habe, damit sie nicht so langweilig wie in Essen sein würde, wieder in Gesellschaft von Erdfisch und data in transit ging es zum nächsten Tag. Wieder wollte ich ja eigentlich in keine Session, aber ich hätte wirklich etwas verpasst, wenn ich mir die Scrum Session von luckow und fl3a nicht angesehen hätte. Robert hatte mich gefragt ob ich nicht seine Session auch noch besuchen wollte und wie könnte ich da nein sagen. Die war auch sehr interessant, da Drupal immer beliebter wird und auch Elefanten wie IBM, Accenture oder T-Systems anzieht.

Ich habe schon ein schlechtes Gewissen, da ich mehr der DI helfen wollte diesen Tag, aber von Gespräch zu Gespräch ging und nicht so recht dazu kam. Aber ich glaube Stefan Auditor von Erdfisch hat das auch ohne mich sehr gut hin bekommen. Ich freue mich sehr, dass die DI Fahrt aufnimmt und hoffe, dass es nicht schnell verpufft.

Gegen 13:00 Uhr wollte ich für uns Online-CheckIn bei der Lufthansa machen, aber das war nicht möglich. Noch hatte ich mir nichts dabei gedacht. Ich programmierte also weiter, sprach mit den Commerce Guys aus Frankreich über UberCart und Drupal Commerce, erreichte mich die Nachricht, dass die Aschewolke wieder in der Luft war. Also keine Fliegerei. Um 16:00 Uhr hatte ich meine Session mit leider nur drei Personen. Ich hoffe ich konnte vermitteln, wie das mit SimpleTest so läuft und warum es schon praktisch ist.

Ralf hatte uns inzwischen einen Wagen besorgt und wir fuhren dann gegen 17:00 Uhr wieder zurück nach Hamburg. Es gab da noch ein Gewinnspiel für die UserGroups, die Dries auch eine Video-Botschaft gesendet hatten. Da Hamburg die einzige Gruppe war, haben wir halt gewonnen und nahmen auch noch 20 T-Shirts mit in den Norden.

Viele Gespräche über das Camp und etlichen völlig Sinn befreiten Tweets später kamen wir dann völlig übermüdet in Hamburg wieder an. Es war ein wirklich tolles Camp und noch einmal besten Dank an die Veranstalter. Wir werden wohl im Norden nächstes Jahr auch ein Camp machen und hoffen das genauso gut zu machen, wie ihr! Die Meßlatte liegt also.