Das Treffen fand erstmalig im neuen Raum, dem Restaurant Deichgraf statt. Die Location ist sehr gediegen, befindet sich in der Deichstraße und besitzt hinten einen Anleger auf dem Fleet. Sehr gemütlich. Für ein UserGroup Treffen sicherlich ungewohnt - aber bestimmt nicht schlecht. Toll wäre es, wenn es dort noch WLAN geben würde. Gegenüber der Betreiberin habe ich die Idee angeregt; sicherlich würde sie damit noch mehr Umsatz machen. ;-)

Sessions

Nach einer kurzen Ansprache meinerseits hat Karsten seinen neuen Vortrag "Drupal Social Media - Das Prinzip Drupal" gehalten.
Dieser Vortrag ist eine Ausarbeitung seiner Einführungs-Session in Drupal. Dabei hat er herausgestellt, dass Drupal nicht nur ein System zum Managen von Social Media Inhalten ist, sondern dass schon die "Herstellung" von Drupal selbst community-driven und kollaborativ erfolgt.

Drupal ist ursprünglich als Messageboard für Studenten in einem Wohnheim entstanden, quasi als Twitter-Hausnetz. Die ganze Art und Weise, in der Drupal als Software gemanged und produziert wird ist socialmedia-like. Wichtig für Drupal ist seine breite Basis - und die sind wir alle. Andere Communitys wurden von Firmen kannibalisiert. Solange sich die Basis - die Anwender, Entwickler und Interessierten - ihre Unabhängigkeit bewahrt und in dieser Form weiter miteinander interagiert, werden sich Erfolg und Wachstum von Drupal weiter fortsetzen.

Anschließend hat Stephan Luckow seinen Srum-Vortrag aus München wiederholt. Scrum ist eine Methode für agiles Projektmanagement, bei dem der Kunde stark in die Prozesse einbezogen wird. Im Gegensatz zu herkömmlicher Softwareentwicklung basierend auf Lastenheft / Pflichtenheft wird bei agiler Entwicklung auf ein sich selbst organisierendes "Srcum-Team" gesetzt, dass die vom Kunden, dem "Product-Owner", priorisierten Aufgaben in kurzen hoch fokussierten Sprints umsetzt. Scrum ist eine sehr natürliche Weise um Software zu entwickeln. Scrum ist anstrengend - aber hoch produktiv. Durch das Rapid Prototyping bekommt der Kunde frühzeitig in die Hand, die er versteht und beurteilen kann. So wirkt er von Beginn an an der Entstehung mit kann den Fortschritt der Arbeiten verantworten. "Moving Targets" sind in gewissem Sinne normal und können mit Scrum aufgefangen und berücksichtigt werden.

Networking

Nach den Vorträgen gab es reichlich Gelegenheit für Networking. Wir kamen nicht mehr dazu, von den Drupal Dev Days aus München zu berichten. Aber das war nicht schlimm. Die Feedbacks waren einhellig positiv und alle schienen mit dem Gefühl einer gelungenen Veranstaltung nach Hause zu gehen. Der "harte Kern" blieb bis Mitternacht.

Die T-Shirts gingen gut weg - danke noch mal nach München! Auch von den Microsoft-Blöcken und DDD-Aufklebern blieb am Ende keiner übrig. Ich bin gespannt, wo uns die Aufkleber zunkünftig noch über den Weg laufen werden.

Auf Heimweg war ich mit Stephan im Gastwerk noch etwas trinken. Ich fand es toll, dass er nach seinem #codingweekend aus Berlin noch zu unserem Treffen gekommen ist! Er hat bei mir Interesse geweckt, die Berliner Treffen ebenfalls zu besuchen und die bestehenden Verbindungen weiter zu vertiefen. Halb drei war ich dann im Bett... Hoffentlich wird das ab jetzt nicht immer so sein :-)

Ausblick

Auf dem nächsten Treffen können wir auf einen Vortrag Drupal mit Magento gespannt sein. Wie immer wird der Termin auf der Hamburger g.d.o. Seite angekündigt und es werden Einladungen über die XING Drupal-Gruppe verschickt werden. Es empfiehlt sich schon deswegen, der Gruppe beizutreten, die täglich wächst...

Es wurde reichtlich getwittert. Nicht Anwesende konnten das Treffen wie immer mitverfolgen.