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Organisation Sprint Camp Berlin . i18n Sprint - “Wie organisiere ich ein Camp innerhalb von 20 Tagen”

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Es ist Mitte April und Karsten steht vor mir mit strahlendem Lächeln - mir schwant Fürchterliches - und teilt mir mit “Rike! Du darfst Sponsoren für unser i18n Sprint Camp finden. Das machst Du bestimmt total großartig!” Soso, i18n Sprint Camp. Das ist mal wieder einer dieser Momente, die mich “Herzlich willkommen in der Welt der Techies” denken lassen.

"Karsten, was ist ein ... Dings-Sprint Camp?” Als ich im März bei comm-press zu arbeiten begonnen habe, stellte ich zum Glück mit Erleichterung fest, dass ich Fragen ohne Ende stellen kann, ohne dass ich verdrehte Augen, Seufzer oder Unverständnis ernte. Karsten erklärt mir also mit der Geduld einer sechsfachen Mutter, dass es sich um ein Treffen von 20 Entwicklern handele, die gemeinsam am Mehrsprachigkeitsmodul von Drupal 7 arbeiten wollen, um die Internationalisierung zu verbessern. Es werden Experten aus aller Welt am Mittwoch, 11.05.2011, erscheinen, fünf Tage und Nächte zwischen Rechnern, Kaffee, Grillgut, Cola und Pizza verbringen, um sonntags tageslichtscheu, völlig fertig, aber stolz und überglücklich die Ergebnisse ihrer Arbeit betrachten zu können.

Die Idee finde ich gut. Das hat sowas von den Musketieren - einer für alle und alle für einen. Drupal und das ganze Drumrum der Community ist noch neu für mich, aber eines habe ich sehr schnell gelernt: Drupaler sind unglaublich leidenschaftlich, wenn es um die Community geht und es ist Ehrensache, die eigene Zeit zu investieren, um Dinge zu verbessern. Nun geht es also darum, dass die Jungs in Berlin in Ruhe arbeiten können, ihnen eine angenehme Atmosphäre geschaffen wird und sie gut versorgt sind.

In der Theorie klingt das alles total einfach, schlank und schnell organisiert - in der Praxis bedeutet es, dass man viele Menschen auf das Projekt aufmerksam machen muss, sich nicht zu schade sein darf, andere um Geld für den guten Zweck zu bitten und selbst wahnsinnig viel Zeit investieren muss, um das Sponsoring auf den Weg zu bringen.

Ich habe Tage mit Recherchieren verbracht, um Interessierte zu finden, diese anzurufen, ihnen Infos zu schicken und danach mit ihnen zu verabreden, was sie zu unserem Camp beitragen können und möchten. Anfangs kamen leise Zweifel auf, ob wir wohl die Unterstützung bekommen, die das Camp braucht, um stattfinden zu können. Doch nach ein paar Tagen flatterte eine gute Nachricht nach der nächsten ins Haus. Es ist wirklich toll zu sehen, dass alle ihren Beitrag leisten wollen und unsere Arbeit so anerkannt wird.

Seit Karstens besagtem ersten Lächeln und der Botschaft sind rund 20 Tage vergangen. Wir haben viele positive Erlebnisse gehabt, uns oft den Kopf zerbrochen, uns Sorgen gemacht und wieder neuen Mut bekommen, wenn uns aus unerwarteter Ecke Unterstützung zugesagt wurde. Heute freuen wir uns sehr auf die kommende Woche in Berlin mit spannenden Leuten und sind stolz, dass wir Drupal ein kleines bisschen mitgestalten können.