Hallo, ich bin Oskar, 15 Jahre alt und gehe in die 9. Klasse.

Nachdem mein erstes 3-wöchiges Praktikum Anfang der 9. Klasse ein Desaster war, konnte mein zweites Praktikum am Ende der neunten Klasse nur besser werden… Aber dass es so gut werden würde, damit hatte ich nicht gerechnet …

Heutzutage ist es bekanntlich sehr schwer, einen guten Schülerpraktikumsplatz zu bekommen. Besonders im Bereich IT – und dazu noch in Hamburg. Öffentliche Stellen werden mit Bewerbungen überrannt. Ohne Kontakte in die Szene ist es fast unmöglich einen Praktikumsplatz zu bekommen.

Nur durch Zufall habe ich erfahren, dass ein Elternteil in meinem Jahrgang Geschäftsführer in einem IT-Unternehmen ist, das sich mit Website-Entwicklung beschäftigt. Er heißt Ralf Hendel und seine Firma heißt „comm-press“.

Das Thema Website-Entwicklung interessierte mich und darum habe ich ihn angeschrieben. Ich wurde zu einer Art Vorstellungsgespräch eingeladen und prompt wurde mir die Firma auch menschlich sympathisch: Es herrscht eine lockere Atmosphäre, man duzt sich und auch das Verhältnis zwischen Geschäftsführer und Mitarbeitern ist sehr entspannt. Ich wurde angenommen und ca. 2 Monate später begann mein Praktikum an einem Montag um 10 Uhr.

Nach einer freundlichen Begrüßung wurden mir zunächst einige grundlegende Sachen erklärt. Anschließend konnte ich, wie auch an jedem weiteren Folgetag, beim sogenannten „Daily“ dabei sein. Das ist ein Scrum-Meeting, in dem sich das Team für ca. 15 Minuten versammelt, Aufgaben für den Tag bestimmt und kurz weitere Themen bespricht. Mitarbeiter, die sich gerade woanders aufhalten oder im Home-Office (Arbeiten von zu Hause aus) sind, werden einfach per Skype dazu geschaltet.

Im Verlaufe meines ersten Tages fand ich mich dann noch in einigen anderen Scrum-Meetings wieder. Unter anderem bei der Wochenplanung des Teams. Im „Planning“ werden die anliegenden Entwicklungsaufgaben für die kommende Woche besprochen. Mich hat überrascht, dass die Aufgaben nicht von einem Vorgesetzten zugeteilt wurden. Stattdessen konnte sich jeder Mitarbeiter die Aufgabe aussuchen, auf die er in dieser Woche Lust hat. Es gab keinen Streit um besonders begehrte oder unliebsame Aufgaben. So stellte ich fest, dass auch innerhalb des Teams ein gutes Klima herrscht.

Außerdem habe ich an diesem Tag noch meinen Arbeitsplatz sowohl physisch als auch technisch eingerichtet. Ich hatte meinen Laptop mitgebracht, auf dem wir sogleich die Arbeitsmaterialien installierten. Mein physischer Arbeitsplatz war ziemlich in der Mitte des Raumes, der in 3 Gruppentische aufgeteilt ist. Also ziemlich perfekt für einen Praktikanten, der öfters Fragen hat.

Erste Woche

Die erste Woche verbrachte ich mit dem Erkunden von Drupal, dem Content-Management-System, mit dem comm-press für Kunden Websites entwickelt. Außerdem habe mich mit dem Thema Frontend – also dem Aussehen von Webseiten – beschäftigt. Zu diesem Zweck habe ich mir eine private Webseite erschaffen, auf der ich viele Sachen ausprobieren konnte.

Zweite Woche

In der zweiten Woche habe ich mich mehr mit der User- und Inhaltsverwaltung in Drupal beschäftigt. Zu diesem Zweck habe ich als Übungsaufgabe eine Beschreibung bekommen – sie ist geschrieben wie Anforderungen von einem wirklichen Kunden – nach der ich dann eine Website bauen sollte. Natürlich alles in einfach und mit vielen Tipps.

Dritte Woche

In der dritten Woche habe ich mich mit JavaScript beschäftigt. Zusätzlich wurden mir technische Möglichkeiten vermittelt, mit denen ich auch nach dem Praktikum Zuhause weiterarbeiten kann. Die werde ich bestimmt auch nutzen…

Nach der dritten Woche war mein Praktikum bei comm-press leider schon wieder zu Ende. Insgesamt haben mir die 3 Wochen dort echt super gefallen.

Fazit

Die Arbeitsweise bei comm-press finde ich sehr gut. Ich mag das System, in dem die Mitarbeiter sich selber ihre Aufgaben aussuchen. Daß die Möglichkeit des Home-Office besteht – am G20-Freitag in Hamburg haben wir das zum Glück alle gemacht – gefiel mir gut. Auch, daß die Mitarbeiter sich untereinander unterstützen. Und ... vieles mehr.

G20 Skype-Call

Ganz besonderes gefallen hat mir die Arbeitszeitregelung als Gleitzeit. Ich war darin zwar recht eingeschränkt, da ich keinen eigenen Büroschlüssel hatte und max. 8 Stunden arbeiten durfte, wovon nur 7 Stunden vorgesehen waren. Aber insgesamt finde ich dieses System super, denn man kann selbst darüber entscheiden wann man Anfang, Pause und Schluss hat und auch sonst ist man sehr frei.

Es war für mich schön im Team Ansprechpartner gefunden zu haben, die freundlich sind und gerne geholfen haben, wenn ich mal eine Frage hatte. Mein Fazit ist also, dass comm-press ein super Unternehmen ist, in dem man sehr gut arbeiten kann. Ich habe einen sehr guten Einblick in den Alltag eines Web-Entwicklers bekommen.

Ich würde jedem ein Schülerpraktikum bei comm-press empfehlen.

Oskar Sommer